Seniorenzentrum Bethel

Präambel

Die Andreas-Schule und das Seniorenzentrum Bethel streben eine auf Dauer angelegte Zusammenarbeit an, um sich als Kooperationspartner bei ihrer Arbeit gegenseitig mit dem Ziel zu unterstützen, die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zur Übernahme sozialer Verantwortung, Toleranz und Mitmenschlichkeit zu fördern.

Die Kooperationspartner glauben, dass dem Lernort Schule ein weiteres wichtiges Lernfeld ? nämlich soziales Engagement in konkreter Begegnung mit Hilfebedürftigen und Menschen, sie sich täglich um sie kümmern, zur Seite gestellt werden muss.
Abbau von Vorurteilen, Respekt vor der Tätigkeit der im Seniorenzentrum arbeitenden Menschen, Nachdenken über die eigene Lebenssituation und über die Lebenssituation hilfebedürftiger älterer Menschen sind wichtige Erziehungsziele, die die Andreas-Schule in Zusammenarbeit mit dem Seniorenzentrum Bethel erreichen möchte.

Beide Kooperationspartner bekennen sich dazu, dass den Schülerinnen und Schülern der Andreas-Schule neben fachlichen Inhalten und methodischen Fähigkeiten in der Schulzeit auch soziale und menschliche Kompetenzen vermittelt werden müssen.

Für die Bewohner des Seniorenzentrums Bethel Friedrichshain bedeutet die Kooperation eine ihr Leben bereichernde Begegnung mit jungen Menschen, aus denen sie Impulse und Ermunterung für ihre individuelle Lebensgestaltung erfahren.

Durch gemeinsame Anstrengungen der Kooperationspartner soll den Jugendlichen / Kindern beim Erwerb sozialer und fachlicher Kompetenzen zur Bewältigung gegenwärtiger und künftiger Lebensaufgaben geholfen werden. In enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit führen die Kooperationspartner einen regelmäßigen Informationsaustausch durch.

Ausgehend von ihrer in der Präambel gemeinsam formulierten Zielsetzung vereinbaren die Kooperationspartner im Einzelnen folgende Projekte und Aktivitäten:

  1. Für ausgesuchte Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen werden durch das Seniorenzentrum Bethel Friedrichshain bis zu drei Praktikumsplätze jährlich zur Verfügung gestellt. Durch das Seniorenzentrum werden dafür die erforderlichen personellen und organisatorischen Rahmenbedingungen geschaffen. Die Einzelheiten der Durchführung der Praktika werden in einer gesonderten Vereinbarung jeweils festgelegt.
  2. Es wird ein auf Langfristigkeit angelegtes Sozialpraktikum im Seniorenzentrum für interessierte Schüler gemeinsam von den Kooperationspartnern entwickelt und umgesetzt.
    Für je 4 Schüler, begleitet und betreut durch Mitarbeiter des Seniorenzentrums, wird jeweils für 2 ? 3 Wochen eine Einsatzmöglichkeit im Bereich der Tagesgestaltung der Bewohner mit dem Schwerpunkt der sozialen Betreuung geschaffen.
    Durch das Seniorenzentrum erfolgt in diesem Rahmen die Vermittlung von Sozialwissen an die Schüler.
    Jeder Schüler erhält nach Abschluss des Einsatzes eine Praktikumseinschätzung. Dieses Projekt baut auf dem bereits schon jetzt von Herrn Jäpel geleiteten Schülereinsatz im Seniorenzentrum auf. Dieser Schülereinsatz findet derzeit im Rahmen der Projektarbeit des evangelischen Religionsunterrichtes unter fachlicher Begleitung statt und wird von den Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse angeboten.
    Das Sozialpraktikum kann selbstverständlich stets weiterentwickelt und ausgebaut werden.
  3. Andreas-Schule und Seniorenzentrum Bethel stellen ihre räumlichen Möglichkeiten (Aula mit max. 250 Plätzen und Kultursaal mit max. 100 Plätzen)  für Veranstaltungen und Feierlichkeiten gegenseitig zur Verfügung.
    Die gute Tradition des Auftrittes des Chores des Andreas-Chores in der AdventszeitIm Seniorenzentrum wird weitergeführt.
  4. Beide Kooperationspartner nehmen Angebote und Veranstaltungen des Kooperationspartners wahr.
    Das betrifft u.a. den jährlich stattfindenden Andreas-Tag, die Klassik-Konzerte, Ausstellungen und Künstlerveranstaltungen im Seniorenzentrum.
  5. Der jährliche Lesewettbewerb der Andreas-Oberschule (Gymnasium) findet in der Aula des Seniorenzentrums statt, so dass auch die Bewohnerinnen und Bewohner an dieser Veranstaltung teilnehmen können.
  6. Das Andreas-Gymnasium bietet Vertretern bzw. Mitarbeitern des Seniorenzentrums und Pflegedienstes die Möglichkeit der Teilnahme an der Ausbildungsmesse, um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eines freiwilligen sozialen Jahres und eine beruflichen Perspektive im Pflegebereich vorzustellen.
  7. Bei Interesse können Schülerinnen und Schüler sozialpolitische und diakonisch-theologische Diskussionsveranstaltungen im Seniorenzentrum (z.B. Bibelkurs, sozialpolitische Fachdiskussionen) mit wahrnehmen.

Allgemeine Vereinbarungen:

Die Kooperationsvereinbarung wird von beiden Partnern gemeinsam getragen und hat zunächst eine Laufzeit von 5 Jahren ab Beginn der Wirksamkeit.
Sie tritt mit dem Tage der Unterzeichnung in Kraft.
Einmal jährlich tauschen die Kooperationspartner ihre Erfahrungen bei der Umsetzung der Vereinbarung, besonders bezüglich des unter Punkt 1. aufgeführten Schülerprojektes, aus
und entwickeln, konkretisieren und ändern ggf. die Kooperationsvereinbarung.
Im beiderseitigen Einvernehmen können weitere Aktivitäten verabredet werden.

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